Wie eine Pandemie auch etwas Gutes haben kann…

Liebe LeserInnen,

heute möchten wir eine wirklich schöne Geschichte mit Ihnen teilen.
Es ist eine Geschichte während der Corona-Krise, eine Geschichte über einen Kampf und eine Geschichte von großen Mühen. Doch sie hat ein Happy End.
Auf dem Foto sehen Sie zweimal die gleiche Katze – ja, ganz genau!
Dieser leicht zerzauste Zwerg auf dem oberen Bild ist die ungefähr drei Wochen alte Martha. Sie wurde uns Mitte Juli spätabends zur Auffangstation gebracht, offensichtlich verwaist, hungrig und schwach. Älter als wenige Tage schätzten wir sie nicht. Es war also Eile geboten. Wir übernahmen die Erstversorgung, fütterten Sie mit Aufzuchtmilch und wärmten sie. Doch aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit war das Katzenhaus nicht der richtige Ort für das kleine Bündel Leben. Es musste kurzfristig eine Pflegestelle für sie gefunden werden.
Eines unserer Mitglieder erklärte sich schnell bereit und holte Martha kurz darauf zu sich. Sie fraß schlecht, wollte den Nuckel nicht akzeptieren. Also musste ihr Pflegevater ihr alle drei Stunden die Milch mit der Pipette verabreichen. Zum Glück arbeitete dieser wegen und dank des Corona-Virus im Home Office und konnte dem kleinen Häufchen Fell all die Aufmerksamkeit und Zuneigung zukommen lassen, die es brauchte. Das war auch bitter nötig, denn Martha kämpfte mit Durchfall, verlor viel Flüssigkeit und ihr Gewicht schwankte stets. Teilweise wog sie nur wenig mehr als 100 g – so viel, wie eine Tafel Schokolade. Auch ihr Pflegevater hatte es nicht leicht. Die Nächte waren kurz und ständig unterbrochen, dazu kam die stete Sorge um die kleine Maus und natürlich auch noch der ganz normale Alltag. Doch jedes Bäuerchen und jedes Schnurren entschädigte für die Mühen um ein Vielfaches.
Wir ziehen den Hut vor so viel Engagement und Herzblut und freuen uns sehr, dass Martha bei ihm in so guten Händen war. Mit der Zeit wurde sie kräftiger, wechselte zu festem Futter. Mit ihrem quirligen Charakter wirbelte sie ihre Pflegestelle ordentlich durcheinander und sorgte für viele Schmunzler und Kopfschüttler. Heute ist Martha stolze drei Monate alt. Ein völlig gesundes Kätzchen und ein verspielter Wildfang, wie Sie auf dem unteren Bild sehen können. Wir sind einfach nur super froh und erleichtert, dass sie es über den Berg geschafft hat.
Wer jetzt denkt, dass wir ein Zuhause für sie suchen, den müssen wir leider enttäuschen. Das Erlebte haben Martha und ihren Pflegevater fest zusammen geschweißt und so hat er sich mit seiner Frau zusammen entschieden, Martha ein Für-Immer-Zuhause zu schenken. Wir freuen uns von Herzen für sie und haben bei dieser tollen Geschichte auch ein wenig „Pipi“ in den Augen. Dies ist ein Beweis von großer Tierliebe und Martha schenkt so viel Liebe und Dankbarkeit zurück.
Unsere ehrenamtliche Tätigkeit ist kein Zuckerschlecken, oft sehen wir schlimme Dinge und müssen uns mit widrigen Umständen auseinander setzen. Doch jeder Schützling, der zu einer gesunden Katze heranwächst und in ein schönes Zuhause vermittelt wird, schenkt uns so viel Freude und Motivation. Wir geben weiterhin alles für unsere Schützlinge, denn mit solchen Mitgliedern können wir viel bewegen. In unserer Auffangstation warten noch einige Kitten wie Martha darauf, dass sie ebenfalls in ihr neues Zuhause umziehen dürfen. Auch helfende Hände und Unterstützung wird immer dringend gebraucht. Bei Interesse an unseren Kitten oder wenn Sie uns kennen lernen möchten, melden Sie sich unter folgender Telefonnummer: 0151-50876872.

Ihr Tierschutzverein Güstrow

About