Königliche Grüße von Prinz Charles und Prinzessin Marla.

„Gestatten, mein Name ist Charlie und ich bin letztes Jahr im Oktober in mein neues Zuhause eingezogen.

Meine Katzeneltern nennen mich gerne Prinz Charles. Sie behaupten, das läge an meinem Dickkopf, mit dem ich jeder Diva echte Konkurrenz mache. Ich verbringe am liebsten Zeit auf meinem Kratzbaum – von meinem Thron kann ich problemlos das Treiben draußen und drinnen beobachten. Ich muss gestehen, dass ich ein ziemlicher Hasenfuß bin und panische Angst vor Staubsaugern habe. Außerdem ergreife ich bei fast jedem lauteren Geräusch die Flucht – außer dem Klappern der Futterdose. Denn eins solltet Ihr unbedingt wissen: Ich liebe auf dieser Welt wirklich nichts mehr als zu futtern, am liebsten zu jeder Tages- und Nachtzeit, je mehr desto besser.

Da meine Mahlzeiten allerdings immer viel zu schnell beendet sind, lasse ich nichts unversucht, meinen Katzeneltern die eine oder andere Delikatesse aus den Rippen zu leiern. Meistens schaffe ich das, wenn ich nur ausdauernd und laut genug auf mich aufmerksam mache. Ein paar Wohlfühlkilos sind deshalb nicht ausgeblieben, aber das stört mich überhaupt nicht. Holt meine Katzenmama abends noch die heißgeliebten Leckerlies heraus, kann ich kaum noch an mir halten und würde ihr am liebsten die ganze Tüte aus der Hand reißen.

Seit Anfang Februar muss ich allerdings alles mit meiner dreifarbigen Mitbewohnerin teilen: Marla. Anfangs gefiel mir das überhaupt nicht: Mein Futter, meine Leckerlies, die Aufmerksamkeit meiner Katzeneltern und sogar das Bett mit einem neuen Familienmitglied teilen? Unmöglich! Eine Weile war ich richtig eingeschnappt und zwischen uns flogen die Fetzen. Doch die kleine, neugierige Glückskatze hat so viel Leben in die Bude gebracht und versüßt mir mittlerweile den lieben, langen Tag. Wir spielen täglich stundenlang miteinander und dabei verwüsten wir so manches Mal unser Zuhause, sehr zum Missfallen unseres Katzenpapas. Die kleine Marla inspiziert alles, hat etliche Flausen im Kopf und ist überall da zu finden, wo gerade Action ist, sie ist nämlich nicht so ein Angsthase wie ich. Außerdem ist sie eine richtige Kuschelkatze und liebt es mit jedem von uns ausgiebig zu schmusen – sogar ich habe viel mehr Gefallen an Streicheleinheiten gefunden. Ein Leben ohne die kleine Rabaukin kann ich mir gar nicht mehr vorstellen!

Bis bald, euer Charlie.“

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Categories: Vermittelte Tiere